Eppstein, 7. September 2025 Die FWG hat fristgemäß am 28.8. einen Antrag zur Sitzung der Stadtverordnetenversammlung angemeldet und wird ihn am heutigen Donnerstag einbringen. Er zielt darauf ab, den RMV für seine mangelhafte Leistungserbringung finanziell in die Haftung zu nehmen. Öffentliche Empörung, wie von der Eppsteiner Ortsvorsteherin in der vergangenen EZ, möglicherweise nach Kenntnisnahme unseres Antrags, zum Ausdruck gebracht, ist wichtig und hilfreich – aber nicht mehr ausreichend! Wir hoffen daher auch auf ihre Unterstützung unseres Antrags.
Jeder, der regelmäßig mit der S2 fährt, weiß: Die Leistungserbringung des RMV auf dieser Linie ist mindestens mangelhaft, wenn nicht gar ungenügend.
Erneut und gehäuft seit Ende der Schulferien kommt es regelhaft zu Verspätungen und nahezu regelhaft zu Ausfällen: Am Montag, den 18. August zum Beispiel fielen pünktlich zum ersten Schultag nach den Sommerferien die Bahnen um 07:08 und 07:38 Uhr Richtung Frankfurt aus!
Ausfälle und Verspätungen sind an der Tagesordnung. Verlässliche Planung auch bzgl. Anschlusszügen oder Terminen in Frankfurt ist unmöglich!
Wir fordern daher eine Kürzung der Eppsteiner Beiträge an der Finanzierung der S2 um 30%. Dieser Vorschlag orientiert sich an den Ergebnissen der ADAC-Untersuchung für Frankfurt und den RMV.
Wir sind der Ansicht, dass eine Nicht- oder Schlechtleistung nicht vollständig bezahlt werden muss. Der RMV muss verstehen, dass es so nicht mehr geht.
Eine finanzielle Haftung des RMV führt nicht automatisch zu pünktlicheren Zügen. Aus diesem Grund versuchen wir gleichzeitig, lösungsorientiert an das Problem heranzugehen: Wir bitten den Magistrat, prüfen zu lassen, ob ein (temporärer) Wegfall der Zwischentakte geeignet ist, die Pünktlichkeit und Verlässlichkeit der Haupttakte der S2 gewährleisten zu können. Denn was nutzt ein Zwischentakt von 15 Minuten, wenn der Haupttakt 11 Minuten verspätet ist?
Magnus Fischer