Antrag: Erhöhung der Eigenförderung für die Trinkwasserversorgung

Der Magistrat wird gebeten, eine Erhöhung der Eigenförderung für die Trinkwasserversorgung der Stadtwerke Eppstein vorzubereiten. Durch die Erhöhung der Eigenförderung soll der künftige Fremdwasserbezug in der anstehenden Vertragsverlängerung mit dem Wasserbeschaffungsverband Hofheim (WBV) gemindert werden.

Begründung:
Die Trinkwasserdarbietung der Stadtwerke Eppstein beträgt im Jahr etwa 600.000 m³. Hiervon ist der Anteil der Eigenwasserförderung etwa 70 %. Der Fremdwasserbezug erfolgt über den Wasserbeschaffungsverband Hofheim (WBV), der wiederum sein Wasser im Wesentlichen aus dem Hessischen Ried bezieht. Der langfristige Vertrag über den Fremdwasserbezug mit einer jährlichen Mindestabnahmemenge endet zum Jahresende 2020. Die genehmigte Eigenwasserförderung von jährlich 700.075 m³ wird zu etwa 65 % genutzt.
Für die Zukunft sollte eine Trinkwasserdarbietung mit einem höheren Anteil der Eigenwasserförderung den Einwohnern angeboten werden. Diese Maßnahme ist aus mehreren Gründen empfehlenswert: Das Wasser vor Ort ist von guter Qualität. Die Landesbehörde empfiehlt einerseits eine regionale Wasserversorgung und andererseits eine Ressourcenschonung des Hessischen Rieds. Die erforderlichen Pumpleistungen vom Hessischen Ried nach Eppstein sind wesentlich höher, als bei einer Eigenwasserförderung. Mit einer höheren Eigenwasserförderung kann der Energiebedarf reduziert werden. Deshalb sollen die Stadtwerke Eppstein eine Erhöhung der Eigenförderung vorbereiten und durchführen.